| Ländername | Italienische Republik, Repubblica Italiana |
| Beste Reisezeit | April, Mai, September, Oktober |
| Fläche | 302.068 km2 |
| Hauptstadt | Rom |
| Bevölkerung | 58.850.717 |
| Sprache | Italienisch |
| Staats-/Regierungsform | parlamentarische Republik |
| Staatsoberhaupt | Präsident der Italienischen Republik Sergio Mattarella (seit 03.02.2015, zweite Amtszeit seit 03.02.2022) |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | Präsident des italienischen Senats Ignazio La Russa (Fratelli d'Italia), seit 13.10.2022 |
| Regierungschef | Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (Fratelli d'Italia), vereidigt am 22.10.2022 |
| Außenminister | Antonio Tajani (Forza Italia), seit 22.10.2022 |
| Währung | Euro |
| Zeitzone | Europa/Rom, UTC+2, UTC+1 |
| Reiseadapter | C, F, L |
| Kfz-Länderkennzeichen | I |
| ISO-3166 | IT, ITA |
| Internet-TLD | .it |
| Landesvorwahl | +39 |
| Website | https://www.italia.it/ |
| Reisepass & Visum | Nicht notwendig |
| Geeignet für | Kultur, Shopping, Meer, See, Wintersport, Feiern |
| Ab 1000 v. Chr. | Hoch entwickelte Kunst und Technik der Etrusker |
| 8.–5. Jh. v. Chr. | Griechen gründen über 40 Städte in Süditalien |
| 4.–1. Jh. v. Chr. | Rom herrscht in ganz Italien und im Mittelmeerraum |
| 5. Jh. | Germanen, Langobarden, Vandalen und Hunnen dringen nach Italien ein |
| 11. Jh. | Die Normannen erobern Kampanien, Apulien, Sizilien |
| 15./16. Jh. | Während der Renaissance entstehen großartige Kunstwerke |
| 1848–1871 | Italien vereint sich im Risorgimento zum Nationalstaat |
| 1915 | Italien tritt gegen Österreich und Deutschland in den Ersten Weltkrieg ein |
| 1922–1943 | Faschistische Diktatur unter Benito Mussolini |
| 1946 | Italien wird Republik |
| 1970–1989 | „Bleierne Jahre“ mit links- und rechtsextremem Terror |
| 2020/2021 | Italien wird besonders hart von der Coronapandemie getroffen. Ex-EZB-Chef Mario Draghi wird Ministerpräsident |
Für dieses Land sind mehrere Klimaregionen erfasst. Bitte wählen Sie eine der folgenden Städte aus, um die passenden Klimadaten zu laden.
Via San Martino della Battaglia 4 | Rom | Tel. 06 49 21 31 | rom.diplo.de
Via Pergolesi 3 | Rom | Tel. 0 68 44 01 41 | bmeia.gv.at/oeb-rom
Via Barnaba Oriani 61 | Rom | Tel. 06 80 95 71 | eda.admin.ch/roma
– Europaweite Notrufnummer Tel. 1 12
– Pannenhilfe Tel. 80 31 16, mit ausländischem Handy 8 00 11 68 00
Vielerorts finden sich Cafés mit wifi-Zugang. Das gilt auch für die große Mehrzahl der Hotels, die inzwischen fast alle eine drahtlose Internetverbindung anbieten, meist gratis. Dasselbe gilt für Warte- und Barbereiche an Flughäfen und auf den großen Bahnhöfen sowie an manchen Autobahnraststätten vor allem im Norden. Über die Websites der Kommunen erhältst du Informationen über kostenlose wifi-Netze.
Die ehemaligen Vorwahlen sind fester Bestandteil der Rufnummer, man muss sie also auch bei Ortsgesprächen mitwählen, ebenso muss bei Anrufen aus dem Ausland die Null mitgewählt werden. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Italien 0039
Carnevale di Venezia (Venedig), carnevale.venezia.it
Calendimaggio (Assisi), calendimaggiodiassisi.com: Mittelalterfest
Corsa dei Ceri (Gubbio), ceri.it: spektakulärer Kerzenlauf mit Votivgestellen
Napoli Pizza Village (Neapel), pizzavillage.it: großes Pizzafestival
Festival dei Due Mondi (Spoleto), festivaldispoleto.com: Theater-, Tanz- und Musikevents
I Suoni delle Dolomiti (Trentino), visittrentino.info): Konzerte auf Almwiesen unter den Dolomitengipfeln
Arena di Verona Opera Festival, arena.it: Opernfestspiele in der römischen Arena
Umbria Jazz-Festival (Perugia), umbriajazz.it
Ferragosto, (15. Aug.): landesweit eine Fülle von Events und Feuerwerke
Ferrara Buskers Festival, ferrarabuskers.com: internationale Straßenmusik
Festival della Notte della Taranta (Melpignano), lanottedellataranta.it: Volksmusik und dazu der rhythmische Tanz des Salento
Trasporto della Macchina di Santa Rosa (Viterbo), visit.viterbo.it: Ein 30 m hoher Turm wird durch die Stadt getragen.
Peperoncino Festival (Diamante), peperoncinofestival.org
Presepe Vivente nei Sassi di Matera, presepematera.it: lebendige Krippendarstellung in der Höhlenstadt
| 1. Januar | Capodanno (Neujahr) |
| 6. Januar | Epifania (Heilige Drei Könige) |
| März/April | Pasquetta (Ostermontag) |
| 25. April | Liberazione (Befreiung vom Faschismus) |
| 1. Mai | Festa del Lavoro (Tag der Arbeit) |
| 2. Juni | Festa della Repubblica (Tag der Republik) |
| 15. August | Ferragosto (Mariä Himmelfahrt) |
| 1. November | Ognissanti (Allerheiligen) |
| 8. Dezember | Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis) |
| 25. Dezember | Natale (Weihnachten) |
| 26. Dezember | Santo Stefano (Zweiter Weihnachtsfeiertag) |
Vorgeschrieben sind Führerschein und Fahrzeugschein, empfohlen werden die grüne Versicherungskarte und eventuell ein Auslandsschutzbrief. Auch tagsüber muss man außerhalb von Ortschaften mit Abblendlicht fahren. Das Tempolimit beträgt in Ortschaften 50 km/h, ansonsten 90, auf Autobahnen 130 (bei Regen 110), auf Schnellstraßen 110 km/h. Für Fahranfänger bis drei Jahre nach der Führerscheinprüfung gelten reduzierte Höchstgeschwindigkeiten: auf Autobahnen 100, auf Schnellstraßen 90 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 (Fahranfänger: 0,0!). Pflicht ist das Mitführen einer Warnweste für Fahrer und alle Insassen.
Die Autobahnen in Italien sind bis auf einige Streckenabschnitte im Süden mautpflichtig, Schnellstraßen (superstrade) sind hingegen gebührenfrei. Um Warteschlangen an den Mautstellen zu umgehen, kann man auch mit allen gängigen Kreditkarten schnell und bargeldlos passieren. Auf autostrade.it kann man die Maut (pedaggio) berechnen und erhält aktuelle Verkehrsmeldungen.
Viele Innenstädte sind verkehrsberuhigt, es gibt fast nur noch gebührenpflichtige Parkbuchten mit Automaten. Oft kontrollieren Kameras die Straßenzugänge zu den verkehrsberuhigten Ortskernen, Z. T. L. genannt (zona traffico limitato). Frag bei deinem Hotel ggf. nach Parkmöglichkeiten bzw. befristeter Einfahrtsgenehmigung. Bei besonders hohen Smogwerten verhängen viele Städte für ihre Zentren tageweise Fahrverbote für Autos der Euro-Schadstoffklassen 1, 2 und manchmal auch 3 sowie für ältere Diesel ohne Partikelfilter, was über Displays auf den Zufahrtsstraßen kundgegeben wird. Das Auto parkt dann in den Außenbereichen, es geht mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter, in den meisten Fällen gibt es ein P+R-System.
Die Mailänder Innenstadt ist sogar dauerhaft als Umweltzone „Area C“ ausgeschrieben. Den Schadstoffklassen Euro 0, 1, 2 und – ab Oktober 24 – 3 für Benziner und Euro 0, 1, 2, 3, 4, 5 und – ab Oktober 24 – 6 für Dieselfahrzeuge ist die Zufahrt in die Area C generell untersagt. Alle anderen Fahrzeuge können eine Zufahrtsberechtigung erwerben, die bis spätestens Mitternacht des folgenden Tags aktiviert worden sein muss. Genaueres findest du auf comune.milano.it/areac. Man tankt Super 95 oder gasolio (Diesel). Die Tankstellen – außer auf der Autobahn – schließen über die Mittagszeit (12.30–15 Uhr) und am Sonntag, aber viele haben Tankautomaten.
Eisenbahn und Bus sind relativ preiswert. Die Züge sind pünktlicher als ihr Ruf, jedoch häufig überfüllt. Neben der staatlichen Eisenbahn (trenitalia. com) gibt es die schnelle, komfortable Privatbahn Italo (italotreno.it), die ausgewählte Städte verbindet. Über den Service Viaggiatreno (viaggiatreno.it und als Smartphone-App) erhältst du in Echtzeit Informationen über Verspätungen. Die Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa, Frecciargento und Frecciabianca verbinden die größeren Städte. Platzreservierungen sind hier obligatorisch. Mit den Regionalzügen, betrieben von regionalen Anbietern, reist du in kleinere Orte und abgelegenere Regionen, z. B. mit Trenord in die lombardischen Täler oder mit Ferrovie Sudest durch den Salento in Apulien.
Bahnfahrkarten müssen vor Besteigen des Zugs an den gelben Automaten im Bahnhof abgestempelt werden! Aktuelle Informationen über anstehende Streiks (sciopero) gibt ggf. die Website des italienischen Transportministeriums (scioperi.mit.gov.it), jedoch nur auf Italienisch. In vielen Regionalzügen darf man Fahrräder (Zuschlag 3,50 Euro) mitnehmen. Großstädte wie Rom, Mailand und Neapel haben U-Bahnen und dichte Busnetze.
Wie kaum eine andere ist die italienische Küche über ihre Landesgrenzen hinaus beliebt. Bei hausgemachter Pasta mit einem Glas Chianti kommt man schnell in Urlaubsstimmung! Schon beim Anblick der salumerie, der Käseläden und Lebensmittelmärkte läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
Das geniale Fundament der italienischen Küche ist die Pasta, die Nudel aus Wasser und Hartweizenmehl. Rund 250 verschiedene Pastaformen hat die Kreativität der Italiener hervorgebracht. In Süditalien herrschen die spaghetti und maccheroni vor, breit oder schmal, glatt oder gerippt, außerdem tubetti, rigatoni oder penne. Dann gibt es die mittel- und norditalienischen Bandnudeln, tagliatelle, fettuccine oder pappardelle, schließlich Teigtaschen aus Eier- und Mehlteig in vielen Formen und mit verschiedenen Füllungen, ravioli, agnolotti, cappelletti, tortellini, tortelloni, cappellacci. Zu vielen Nudelgerichten gehört traditionell geriebener Käse, parmigiano (Kuh, vornehmlich im Norden) oder pecorino (Schaf, eher in Mittel- und Süditalien).
Die wahrscheinlich beliebteste Speise der Welt tauchte im 18. Jh. als preiswerter Imbiss in Neapel auf: ein simpler Hefeteig, der nach dem Backen mit Olivenöl, Oregano und Knoblauch gewürzt wurde – die Tomaten kamen erst später dazu. 2017 wurde die neapolitanische Pizzabackkunst von der Unesco sogar ins immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen. Wer in Neapel unterwegs ist, sollte unbedingt die beiden Klassiker probieren: mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum, bekannt als pizza margherita, oder die marinara mit Tomaten, Knoblauch und Oregano.
Ein Menü beginnt mit Antipasti, den Vorspeisen wie Salami, Schinken, Mozzarella, eingelegten Auberginen, Artischocken, Meeresfrüchten; dem folgt das primo (erster Gang), ein Nudelgericht, eine Suppe oder ein Risotto; das secondo (Hauptgang) ist Fleisch oder Fisch, oft nur gegrillt, und dazu Gemüse nach Wahl (contorno). Gemüse ist das Stichwort zum Süden, hier gedeihen besonders schmackhafte Tomaten, Auberginen, Artischocken, frische fave (grüne Saubohnen), kräftiges Blattgemüse wie cicorie, cime di rape, friarielli und Broccoli.
Den Abschluss bilden cremige Süßspeisen wie tiramisù oder zuppa inglese sowie Gebäck, das man in süße Likörweine tunkt. Im Norden beschließt man ein üppiges Mahl meist mit einem Grappa, im Süden hingegen eher mit dem fruchtigen Zitronenlikör limoncello.
Bei der Wahl des Restaurants helfen Begriffe wie ristorante, trattoria, osteria, locanda – Kategorien, die heute kaum noch etwas über die Art des Lokals aussagen – oft weniger als ein Blick auf Ambiente, Speisekarte und die anwesenden Gäste (sind es Italiener?). Die einst klassische Weinkneipe osteria nennt sich nun enoteca oder wine bar: edle Tropfen im calice (Kelch) ab 4 Euro das Glas, dazu regionale Käse- und Wurstspezialitäten.
Auch wenn umstritten, berechnen viele Restaurants noch das coperto, den stets auf der Speisekarte ausgezeichneten Preis für Brot und Gedeck (zwischen 1,50 und 6 Euro). Die Bedienung, sofern nicht ausdrücklich als non compreso ausgeschrieben, ist im Preis inbegriffen. Die Restaurantküchen öffnen meist zwischen 12.30 und 14.30 Uhr und zwischen 19.30 und 22.30 Uhr, in touristischen Orten bleiben sie oft durchgehend geöffnet. Wen tagsüber der Hunger überfällt, der kann in einer Bar panini (belegte Brötchen), tramezzini (Sandwiches aus ungetoastetem Toastbrot) und süße Teigstückchen bekommen.
Einheimische gehen zu Mittag auch gern in eine rosticceria, wo man oft schmackhafte Lokalküche bekommt. Imbissstuben mit Pizza auf die Hand gibts überall. Frittierte Köstlichkeiten für unterwegs wie arancini (Reisbällchen), zeppole (Hefeteigbällchen) oder pizza fritta gibt es in der friggitoria, die vor allem in Süditalien verbreitet ist.
Die Wurzeln der italienischen Weinkultur reichen über 3000 Jahre zurück: Es waren die griechischen Siedler, die das Wissen um den Weinbau mitbrachten. Wein wird in Italien am liebsten zum Essen getrunken, allerdings nicht zur Pizza. Dazu trinkt man, wenn es Alkohol sein soll, lieber ein Bier.
Neben internationalen Reben werden überall gebietstypische Rebsorten angebaut, selbst im alpinen Aostatal: Hier keltert man trockene Weiße ebenso wie gute Rote. Viele der besten Rotweine Italiens kommen aus dem Piemont, darunter der berühmte Barolo. Auf den Terrassenhängen Liguriens gedeihen vorwiegend frische Weißweine. Vorzügliche lombardische Weine kommen aus dem Oltrepò, der Franciacorta und der Valtellina. Die Emilia-Romagna produziert mehr Wein als jede andere Region Italiens. In Südtirol und im Trentino wird vorwiegend Rotwein gekeltert, im Friaul, besonders im Collio, gedeihen hervorragende Weißweine. Die Veneter sind die größten Weintrinker Italiens. Berühmt sind der weiße Soave, der rote Valpolicella und der spritzige Prosecco. Eines der malerischsten und berühmtesten Weinbaugebiete ist das Chianti in der Toskana; der edle Brunello wächst bei Montalcino. Unter den Weinen Umbriens verdient vor allem der weiße Torgiano Beachtung. Als Begleiter zu Fischgerichten eignet sich der Verdicchio aus Jesi und Macerata in den Marken. In den Osterien und Trattorien im Latium trinkt man u. a. den weißen Frascati. Aus den Abruzzen kommen der rote Montepulciano d’Abruzzo und der weiße Trebbiano.
Die Apulier sind zu Recht stolz auf ihre Roséweine. Der leicht moussierende rote Aglianico der Basilikata stammt noch von Reben ab, die die Griechen 400 v. Chr. in Süditalien anpflanzten. Der weiße Greco di Tufo wuchs schon in Pompeji; an den Lavahängen des Vesuvs nennt er sich Lacryma Christi. Kalabrien zeichnen kräftige Rotweine und hervorragende Dessertweine aus.
Espresso, Cappuccino, caffè macchiato … Italien ist berühmt für seine Kaffeespezialitäten. Der aromatische Espresso – in ganz Italien einfach caffè genannt – mit einer goldbraunen crema wird am liebsten im Stehen an der Bar getrunken. Cappuccino trinken die Italiener hingegen nur zum eher spartanisch ausfallenden Frühstück, am liebsten mit einem cornetto (Croissant).
Man sollte nicht zu knauserig sein, Trinkgeld (fünf bis zehn Prozent) bekommen Kellner, der Zimmerservice im Hotel, Kofferträger u. a. – vorausgesetzt natürlich, du warst mit dem Service zufrieden.
Prodotti tipici – die lokaltypischen Produkte wie Käse, luftgetrocknete Salami oder Edelschinken wie der Culatello, Olivenöl – rufen noch zu Hause Urlaubsstimmung und Erinnerungen hervor: ans agriturismo, wo du übernachtet hast, oder an die Tour durch Käserei oder Ölmühle (frantoio). Wer einmal beim Besuch einer Ölmühle von Geschmack und Aroma eines hochwertigen, kalt gepressten Extravergine-Olivenöls überwältigt wurde, mag so ein Öl nicht mehr missen. Viele Produzenten versenden in praktischen Metallkanistern auch ins Ausland. Dazu getrocknete Steinpilze auf Vorrat, Balsamessig (gar den edlen tradizionale?), Grappa ... Aus dem Süden bring den Zitronenlikör Limoncello mit, getrocknete Tomaten und eingelegtes Gemüse wie Auberginen und Artischocken in Essig oder Öl oder die Zwiebelchen lampascioni aus Apulien. Auf den Bauernmärkten findest du unter dem Motto chilometro zero regional erzeugtes Obst und Gemüse. Die lange haltbare ’nduja aus Kalabrien, eine höllisch scharf mit peperoncino gewürzte Wurst, ist ein idealer Würzzusatz für die Nudelsauce.
In Italien gibt es sie noch, die kleinen, vollgestopften Haushaltswarengeschäfte. Hier findest du praktische Helfer für die Küche: Ravioliformer, Pastamaschinen, Nudeltrockner, Käsereiben, Trüffelhobel, Mörser aus Marmor oder Olivenholz und natürlich Espressokocher.
Schon die Etrusker und die Griechen fanden heraus, dass Klima und Böden Italiens für den Weinbau ideal sind. Zunehmend setzen die Winzer wieder auf ortsstämmige Rebsorten wie z. B. den Friulano im Friaul. Beim Restaurantbesuch kann man sich lokale Weine empfehlen lassen. Eine Degustation auf einem Weingut führt noch näher an die jeweilige Weinbauregion heran. Jede Region Italiens produziert gute Weine, einen Überblick geben die regionalen Önotheken (enoteche regionali), deren Adressen man bei den Tourismusbüros bekommt.
Weltbekannte Modeunternehmen lassen Schuhe und Taschen in Italien von Hand fertigen, denn das handwerkliche Können in der Lederherstellung und -verarbeitung ist hier einzigartig. Zentren der Lederverarbeitung befinden sich in der Toskana. San Mauro Pascoli in der Romagna, die Provinz Fermo in den Marken oder der Brentakanal in Venetien sind wichtige Zentren für Schuhmanufakturen. Hier lohnt ein Besuch in den Fabrikläden.
In die weltberühmte Riege der Modedesigner von Armani über Gucci und Prada bis Versace reihen sich die Kreativen der jüngeren Generation wie Fausto Puglisi oder Vivetta. Hinzu kommen edle Casualmarken. Mit den saldi, den Schlussverkäufen im Januar und Juli, naht Entspannung für das Budget.
Lohnend ist oft ein Besuch in den häufig schwer zu findenden Fabrikläden der Hersteller (spaccio aziendale) – das Touristenbüro vor Ort hilft mit Adressen. Die Outletcenter nahe den Autobahnen, etwa das Serravalle Designer Outlet in Serravalle Scrivia bei Alessandria im Piemont, bieten aktuelle Kollektionen mit Preisnachlässen von 30 bis 40 Prozent an.
Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 12.30 oder 13 und von 15.30 bis 19.30 Uhr geöffnet, Einzelhändler und Boutiquen in kleineren Städten schließen über Mittag. Supermärkte und Kaufhäuser sind durchgängig bis 20 oder 21 Uhr geöffnet, fast alle auch sonntags. An einem Vormittag in der Woche sind alle Geschäfte geschlossen. In Touristenorten bleiben Geschäfte und Boutiquen oft bis spät in die Nacht und sonntags offen.
| Antipasti di verdure | In Olivenöl, Chili und Knoblauch eingelegte, gegrillte Zucchini, Auberginen und Paprika |
| Insalata caprese | Tomaten, Büffelmozzarella und Basilikum |
| Insalata di frutti di mare | Mit Zitrone, Olivenöl, Knoblauch und Petersilie angemachte Tintenfische, Garnelen, Kraken, Muscheln |
| Risotto alla milanese | Risotto mit Safran auf Mailänder Art |
| Pasta e fagioli | Eintopf aus dicken Bohnen und Röhrennudeln |
| Spaghetti allo scoglio | Spaghetti mit Meeresfrüchten |
| Gnocchi alla sorrentina | Kartoffelklößchen in Tomatensauce, mit Mozzarella überbacken |
| Trenette al pesto | Schmale Bandnudeln mit einer Sauce aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan |
| Frittura die pesce | Panierte, frittierte Tintenfischringe, Garnelen und Sardellen |
| Agnello al forno | Lamm aus dem Ofen |
| Baccalà alla calabrese | Stockfisch mit Tomatensauce, Kichererbsen und peperoncino |
| Brasato al barolo | In Rotwein geschmorter Rinderbraten mit Polenta |
| Ossobuco | Beinscheiben vom Kalb, in Tomatensauce geschmort |
| Carciofi ripieni | Artischocken aus dem Ofen, gefüllt mit Semmelbröseln und Pecorino |
| Parmigiana di melanzane | Mit Parmesan überbackener Auberginenauflauf |
| Panna cotta | Sahnepudding mit Vanillearoma |
| Zabaione | Luftig-leichte Weinschaumcreme mit Marsala |
Die schnelle Fortbewegung entspricht dem Temperament der Italiener, nur sie konnten ein so schnittiges Auto wie den feuerroten Ferrari aus Modena erfinden. Motorradfans schwören auf die italienische Kultmarke Ducati aus Bologna und wie rasende Schwärme flitzen die Vespafahrer durch die engen Gassen der italienischen Städte. Trotz hoher Autobahngebühren und Verkehrschaos in den Städten macht den Italienern Autofahren immer noch Spaß, spritzig und wendig tun sie es, aber auch ungeduldig und aggressiv. Doch der Spaß ist längst an seine Grenzen gestoßen, denn die einst für Italien typische Unfallstatistik – viel Blechschaden, wenig Verkehrstote – stimmt so nicht mehr. Wegen Smog machen die großen Städte immer öfter ihre Zentren dicht, auch für Autos von Touristen. Dagegen kann man heute in so gut wie allen Stadtzentren des Landes Fahrräder ausleihen. Umweltbewusstsein nimmt im italienischen Straßenverkehr Fahrt auf: Gehwege werden breiter, Städte wie Cuneo oder Cosenza haben Autos von der Piazza verbannt und ihre Zentren so wiederbelebt: Parkplätze zu Plätzen für alle!
Die Bar öffnet in aller Herrgottsfrühe mit dem Duft frischer cornetti (Hörnchen) und cappuccini. Im Lauf des Tages schauen Hausfrauen, Schulkinder, Arbeiter, Angestellte, Passanten herein. Am Nachmittag planen die Jugendlichen hier ihr abendliches Vergnügungsprogramm. Dann schlägt die Stunde des Aperitifs, in den Städten ein Höhepunkt des Tages. Auf den Dörfern kehren die Männer nach dem Abendessen zum letzten Plausch zurück. Im Sommer beobachtet man vor der Bar das Treiben auf der Piazza. Mal nüchtern bis schäbig, mal kitschig aufgemotzt oder richtig schick, ist die Bar das zweite Zuhause der Italiener und allen ganz unverbindlich zugänglich.
Die Italiener sind in jeder Lebenslage bestrebt, bella figura zu machen, einen guten Eindruck hervorzurufen. Ein gepflegtes Äußeres mit stilvoller Kleidung, Freundlichkeit und gute Manieren gehören dazu. Sein Gegenüber möchte man unbedingt gut dastehen lassen und vermeidet daher, andere in Verlegenheit zu bringen. So erklärt sich, warum Ungeduld nicht als positive Eigenschaft wahrgenommen wird und warum Italiener eher der Schönheit als dem Praktischen vertrauen. Daher misst die italienische Presse Äußerlichkeiten wie dem Kleidungsstil der Politiker so große Bedeutung bei. In einer Kultur, in der Symbole und Gestik einen hohen Kommunikationswert haben, verwundert es kaum, dass das äußere Erscheinungsbild als Spiegel für innere Werte verstanden wird. Immerhin verlangt die bella figura dem Einzelnen keinen Reichtum ab: Es genügen ein paar gute Zutaten im Haus für unerwartete Gäste und einige elegante Klassiker im Schrank.
Es gibt sie noch, die italienische Familie. Sie lebt aber nicht mehr als großer Generationenbund unter einem Dach, sondern hat sich in Single- und Kleinfamilienhaushalte aufgelöst. Hinzu kommt der im einst so kinderfreundlichen Italien verblüffende Geburtenrückgang, mit statistisch kaum mehr als einem Kind pro Familie ein europäischer Minusrekord. Heute ist es den Einwanderern aus Afrika, Asien und Osteuropa zu verdanken, dass Italien nicht völlig überaltert. Die Familie existiert aber nach wie vor als Verbund gegenseitiger Hilfe bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsbeschaffung und Wohnungsnot, bei der Altenbetreuung und fehlenden Kindergartenplätzen. In der Verwandtschaft findet man Handwerker, den Arzt oder den Anwalt. Das mag zum Teil erklären, warum viele Italiener bei den hohen Preisen und oft niedrigen Löhnen über ihre Verhältnisse leben können – und weshalb so viele junge Erwachsene sich den Auszug in eine eigene Wohnung kaum leisten können.
Unter den vielen Künstlergenies, die Italien hervorgebracht hat, gebührt dem Maler und Baumeister Giotto di Bondone (1266–1337), Sohn eines Bauern aus einem Dorf bei Florenz, ein besonderer Platz. In der Zeit mächtiger Städte wie im Florenz des 13./14. Jhs. entwickelt Giotto einen neuen Malstil, fern vom Schematischen der byzantinischen Kunst des Mittelalters: Perspektive, farbliche Nuancierung, Bewegung, menschliche Charakterisierung – kurz: Realismus. Seine Malerei wird damit zum Ausgangspunkt für die Entwicklung einer typisch italienischen Maltradition, die aus dem Mittelalter herausführt. In den Uffizien in Florenz kann man sehr schön dieses Neue sehen, beim Vergleich der „Maestà“ des Giotto mit der des Cimabue, des Lehrers Giottos und noch eine Generation älter. Hauptwerke Giottos sind die Fresken in der Cappella degli Scrovegni in Padua und die Fresken zum Leben des heiligen Franziskus in der Oberkirche von Assisi.
Den Italienern fällt es schwer, ihr Land als „gelobtes Land“ für Einwanderer wahrzunehmen. Zu stark verwurzelt ist ihre Vorstellung, aus Italien könne man nur auswandern, um anderswo nach Chancen zu suchen. Tatsächlich emigrierten von 1876 bis 1976 sage und schreibe 24 Mio. Italiener in alle Welt. Doch wie jede große Industrienation ist das Land längst Ziel von Hoffnungssuchenden aus aller Welt geworden, wie übervolle Boote vor den süditalienischen Küsten immer wieder deutlich vor Augen führen: Knapp zehn Prozent der Bevölkerung Italiens stammen heute aus Rumänien, Albanien, Marokko, China, der Ukraine. Ohne sie sind die Wirtschaft und das soziale Gefüge Italiens nicht mehr vorstellbar, die Einwanderer betreuen die Alten und Kinder Italiens, betreiben Tante-Emma-Läden und Marktstände, arbeiten in den Krankenhäusern und in der Pflege, in Trattoriaküchen, bei der Müllabfuhr. Die Fabriken des Nordens und die Tomatenfelder des Südens könnten ohne die afrikanischen Arbeiter dichtmachen bzw. lägen brach.
Italien ist zu über 90 Prozent römisch-katholisch. Und mitten in seiner Hauptstadt lebt der Papst in seinem Kleinstaat, dem Vatikan. Vor allem im Süden nehmen die Priester nach wie vor erheblichen Einfluss auf Politik und Wahlen. Derweil hält man sich im Volk an die Heerschar der unzähligen Heiligen in der Hoffnung auf ihren Beistand im Lebenskampf. Etwas ganz Besonderes ist Neapels Stadtheiliger San Gennaro: Im Mai, September und Dezember treffen sich die Gläubigen in seiner Kirche und beten so lange, bis sich sein Blut verflüssigt. Und Zulauf von Millionen Verehrern erhält der heiliggesprochene Wunderheiler Padre Pio (1887–1968) in seinem Wallfahrtsort San Giovanni Rotondo in Apulien.
Allein in Italien erwirtschaftet die Mafia jährlich rund 100 Mrd. Euro, vor allem mit Schutzgelderpressung, Subventionserschleichung, Drogen und illegaler Müllentsorgung. Doch zu Fahndungserfolgen bei einst „unberührbaren“ Bossen kommt immer mehr das Engagement der Zivilgesellschaft. Die Bewegung Libera setzt sich italienweit auf kommunaler und regionaler Ebene für eine Kultur der Gesetzestreue ein. Unter dem Label „Libera Terra“ (liberaterra.it) werden Öl, Wein und Pasta verkauft, die auf konfisziertem Mafialand biologisch angebaut und produziert werden. Die Organisation Addiopizzo („Tschüss Schutzgeld“) macht in Sizilien auf Hotels, Restaurants und Geschäfte aufmerksam, die sich Schutzgelderpressungen widersetzen. Und in Kalabrien tritt die Bewegung „Ammazzatecitutti“ („Tötet uns alle“) mit öffentlichen Aktionen für ein stärkeres Legalitätsbewusstsein ein.
Die Renaissance? Die Pizza? Alles großartige italienische Beiträge zum Welterbe – doch der allergrößte? Lorenzo Jovanotti, musikalischer Tausendsassa zwischen Hip-Hop, Pop und Weltmusik, kennt die Antwort: l’estate – der Sommer! Er hat eine der vielen italienischen Hymnen auf den Sommer geschrieben. Ma che caldo fa! Diese Hitze! Von Mitte Juni bis Mitte September beherrschen die Sommerferien und die Hitze Italien – für drei lange Monate. Wer kann, flüchtet ans Meer und kommt nur für ein Konzert in die Stadt zurück, wo auf der Piazza, im Stadion oder im Park allabendlich Musik erklingt: in Mailand Mi Ami im Mai oder I-Days im Juni, in Rom Rock und Pop auf dem Roma Summer Fest. Klassik ertönt in Ravello hoch über der Amalfiküste, Opern und Tanz werden in Veronas Arena, der wohl spektakulärsten Bühne Italiens, inszeniert. In Barolo im Hügelland der Langhe erklingt Pop und lesen Autoren auf dem Festival Collisioni. Blues ist das musikalische Thema in Pistoia, Jazz in Umbrien und Elektronik in Vasto an der Adria. Den Sommer beschließt das Home Festival in Treviso. Ein Geheimnis des Sommers kennen die Rapper Fedez und J-Ax: La gente per nulla si innamora: Man verliebt sich einfach so.
Ihre kulinarischen Traditionen sind den Italienern mindestens ebenso wichtig wie ihre kunsthistorischen Schätze. Das zeigt der Erfolg der 1986 im piemontesischen Bra als Gegenbewegung zum Fast-Food-Trend gegründeten Organisation Slow Food, die sich ganz dem Genuss und dem guten Geschmack verschrieben hat. Die Bewegung will das Bewusstsein für regionale Produkte stärken und setzt sich für gute, saubere und fair produzierte Nahrungsmittel ein. Den Erhalt regionaler Vielfalt fördert das Projekt „Arche des guten Geschmacks“, für das lokale Slow-Food-Gruppen aus 150 Ländern regionale Spezialitäten auswählen. Alle geraden Jahre findet in Turin die Messe Terra Madre Salone del Gusto statt, alle ungeraden Jahre das Käsefestival Cheese in Bra. slowfood.it
Italien ist ein Land der Sprachenvielfalt. Zum Italienischen und dessen Dialekten kommen zehn weitere eigenständige Sprachen: im Friaul und in den Dolomitentälern Ladinisch, Deutsch in Südtirol und im Trentino. In einigen Dörfern in Sizilien und Süditalien wird Albanisch gesprochen, Erbe albanischer Siedler aus dem 14. Jh. In Apulien und Kalabrien haben sich in einigen Dörfern griechische Sprachinseln erhalten. In den nordostitalienischen Grenzprovinzen von Triest, Görz und Udine spricht man Slowenisch, Serbokroatisch in einigen Dörfern im süditalienischen Molise. In Alghero auf Sardinien hat Katalanisch überlebt, in den nordwestlichen Regionen Aostatal und Piemont das Frankoprovenzalische. Französisch ist sogar zweite Amtssprache im Aostatal. Und kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache ist das Sardische. Der heute noch hoch verehrte und viel zitierte Nationaldichter Dante Alighieri aus Florenz (1265– 1321) legte mit seiner „Göttlichen Komödie“ in 15 000 Versen die Grundlage für das Hochitalienische. Im 20. Jh. haben Schule und Fernsehen dafür gesorgt, dass sich die vielsprachigen Italiener untereinander verstehen. Und die Dialekte? Leben weiter! Musiker wie Rocco Hunt oder Rapper Clementino singen und rappen auf Neapoletanisch, Sa Razza auf Sardisch – die eigene Sprache bewusst als Stilmittel einsetzend.
Emigration ist die Antwort vieler junger Italiener auf die grassierende Arbeitslosigkeit. Seit der Eurokrise pendelt die Arbeitslosenquote der unter 24-Jährigen um die 35 Prozent. Kein Wunder, dass viele Italiener der Heimat den Rücken kehren, Tendenz immer noch steigend. Aber dann gibt es auch die Rückkehrer: Gerade jetzt müsse man bleiben und etwas riskieren für seinen Traum, findet Daniele Giorgio. Er ist nach dem Studium in seine apulische Heimat zurückgekehrt und führt in Bari sein eigenes Modelabel. Produziert wird ausschließlich vor Ort. Antonio Pellegrino hat mit Freunden im Cilento eine Kooperative für nachhaltige Landwirtschaft gegründet. Sie baut alte, regionale Getreidesorten an und forscht mit der Universität Neapel nach den idealen Wachstumsbedingungen für ihr Korn. Vor allem im Süden wächst die Zahl der sogenannten millennial farmers. Die Jungbauern sind keine Aussteiger, sondern setzen auf Technologie, das Internet und verwirklichen nebenbei oft soziale Projekte.
Im Restaurant getrennt zu bezahlen ist bei italienischen Kellnern nicht besonders beliebt. Bezahlt wird meistens alla romana: Egal, wie viel oder wenig jemand gegessen hat, unter Italienern wird die Rechnung am Ende durch die Zahl aller Beteiligten geteilt.
Der täuschend echte Look der Gucci-Sonnenbrille oder der Prada-Tasche verblüfft dich? Bitte trotzdem nicht kaufen! Markenpiraterie ist in Italien strafbar – auch für die Käufer. Wer beim Kauf von gefälschter Markenware erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.
Wer sich nicht als Tourist zu erkennen geben möchte, sollte nach 11 Uhr lieber keinen Cappuccino trinken. Italiener trinken ihn nämlich nur vormittags, am liebsten mit einem cornetto oder ein paar Keksen zum Eintunken. Dasselbe gilt übrigens auch für andere Kaffeespezialitäten mit Milch.
Auch wenn du das leckere Essen kaum erwarten kannst: Gedulde dich nach dem Eintreten ins Restaurant, bis dir der Kellner einen Platz zuweist. Besondere Wünsche wird er nach Möglichkeit gerne erfüllen. Aber sich selbst einen Platz auszusuchen und einfach hinzusetzen gilt in Italien als unhöflich.
Oft empfiehlt es sich, vorher nach dem Preis zu fragen, z. B. vor einer Taxifahrt oder wenn man das toskanische Steak, die fiorentina, oder Fisch bestellt, deren Preise häufig pro 100 g (etto) ausgezeichnet sind.
Siehe
In der norditalienischen Provinz Trient/Trentino wurde Mitte Juli 2024 ein Jogger nördlich des Gardasees von einer Bärin attackiert und verletzt. 2023 wurde ein Jogger von einem Bären getötet. In dieser Provinz lebt eine größere Bärenpopulation; in der Nachbarprovinz Südtirol wurden bislang nur vereinzelte Bärenstreifzüge festgestellt.
Italien wendet das Schengener Abkommen an, Grenzkontrollen sollen nur noch ausnahmsweise durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen werden Reisende auf dem Luftweg bei Ein- und Ausreise jedoch verstärkt kontrolliert, Flugreisen nach Deutschland sind meist nur mit einem Reisepass/Personalausweis bzw. einem von den deutschen konsularischen Vertretungen in Italien ausgestellten Passersatzdokument möglich.
Neben einem Inlandsflugnetz bestehen Eisenbahn- und Busverbindungen. In Rom, Mailand und Neapel gibt es U-Bahnen.
In Italien kommt es immer wieder zu regionalen und landesweiten Streiks im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, von denen auch Flugverbindungen nach Deutschland betroffen sein können. Im Streikfall muss mit stundenweisen oder auch ganztägigen Einschränkungen in Form von Verspätungen und Annullierungen gerechnet werden. Informationen über aktuelle Streiks werden vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr veröffentlicht.
Die meisten italienischen Autobahnen und viele Tunnel sind mautpflichtig. Mailand, Bologna und Palermo erheben eine City-Maut. Die Bezahlung erfolgt in bar, mit Debit- oder Kreditkarte, einer (bei Automobilclubs erhältlichen) Viacard oder einem Telepass. Informationen bietet hierzu auch Autostrade per l'Italia.
Daneben gibt es in vielen Städten Fahrverbote bzw. -einschränkungen und Tempolimits zur Reduzierung der Luftverschmutzung oder auch verkehrsberuhigte Zonen, sogenannten ZTL (zone a traffico limitato).
Der italienische Straßenverkehr ist sehr lebhaft und dicht. Die Straßenverkehrsregeln werden nicht immer eingehalten. Es ist daher auch an grünen Ampeln oder Zebrastreifen besondere Vorsicht geboten.
Um den in Italien derzeit steigenden Unfallzahlen zu begegnen, werden seit Dezember 2024 vor allem folgende Verkehrsdelikte streng geahndet: Überschreiten des Tempolimits, Nutzung von Mobiltelefonen ohne Freisprechanlage sowie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Die Promillegrenze beträgt 0,5; für Fahrer mit weniger als drei Jahren Fahrpraxis bzw. unter 21 Jahren gilt absolutes Alkoholverbot.
Auf Autobahnen und außerhalb geschlossener Ortschaften ist das Mitführen von Warnwesten in Signalfarben sowie auch tagsüber die Einschaltung des Abblendlichts gesetzlich vorgeschrieben.
In den Kreis einfahrende Fahrzeuge haben grundsätzlich Vorfahrt, wobei dies in der Praxis nicht immer beachtet wird. Gibt es keine entsprechenden Verkehrsschilder, die die Vorfahrt regeln, gilt wie an Kreuzungen ohne entsprechende Beschilderung die Rechts-vor-links-Regel.
Bußgelder fallen in der Regel deutlich höher aus als in Deutschland und werden auch - notfalls durch ein Inkassounternehmen - eingetrieben.
Gerechtfertigte Bußgeldbescheide können vor Ort bezahlt werden, z. B. auf der Polizeidienststelle. Die Zustellung an den Inlandswohnort ist mit einem Gebührenaufschlag verbunden.
Besonders gekennzeichnete Bus- und Taxispuren dürfen von privaten Pkw nicht genutzt werden.
Farbliche Markierungen weisen Parkbeschränkungen aus; nur weiße Linien erlauben kostenloses Parken.
Auf vielen Straßen gilt im Winter die Pflicht, Winterreifen (mit M+S-Kennung) zu benutzen, jedoch gibt es keine einheitliche Regelung.
Bei Wohnsitzverlegung nach Italien müssen Fahrzeuge innerhalb von 60 Tagen umgemeldet werden, sonst droht die Konfiszierung des Fahrzeugs.
Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung werden mit empfindlichen Strafen geahndet.
Der deutsche Führerschein wird akzeptiert.
Es gibt keine Hinweise auf besondere Schwierigkeiten; die Akzeptanz ist insbesondere in Großstädten gut ausgeprägt.
In Italien führen in jüngster Zeit verschiedenste Verstöße gegen die öffentliche Ordnung zu teilweise empfindlichen Geldstrafen und Verweisen, Verbote sollten entsprechend respektiert werden.
Beihilfe zu illegaler Einreise ist in Italien mit Haftstrafen sowie Bußgeld belegt. Bei Mitnahme von Anhaltern wird daher zu besonderer Vorsicht geraten.
Das italienische Waffenrecht ist streng und aufgrund zahlreicher Gesetze und anderweitiger Regelungen komplex. Grundsätzlich ist das Mitführen von Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Messern (auch kleine bzw. Taschenmesser), Schlagstöcken aller Art, Taser, Pfefferspray, verboten bzw. nur mit behördlicher Erlaubnis (z. B. Europäischer Feuerwaffenpass) oder unter strengen Auflagen möglich. Auch Gegenstände, die keine Waffen sind, aber als solche verwendet werden können ("armi improprie", z. B. Schraubenzieher), können unter Umständen mit Auflagen versehen werden (z. B. adäquate/verschlossene Aufbewahrung). Verstöße können strafrechtlich geahndet werden.
Weitergehende Informationen können bei den Carabinieri oder bei der Polizia di Stato angefordert werden.
In Rom verhängt die Stadtverwaltung zum Schutz der Denkmäler teilweise drakonische Strafen, die schon für einen Griff ins Wasser des Trevi-Brunnens oder für Picknick auf der Spanischen Treppe ausgesprochen werden können. Nähere Informationen bietet TurismoRoma.
Die Mitnahme von Sand an den Stränden ist in Italien untersagt.
Auf Sardinien ist jede Art von Veränderung der Sandstrände oder die Mitnahme von Sand, Kiesel oder Quarzgestein, auch nur in kleinster Menge, gesetzlich verboten. Bei Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Norm werden Sanktionen in Höhe von 500 EUR bis 3.000 EUR verhängt.
Strände und Dünen dürfen in der Regel nicht befahren werden. Insbesondere in Naturschutzgebieten ist erhöhte Aufmerksamkeit auf die örtlichen Verhaltensregeln zu richten. Verstöße können mit Freiheitsstrafen und erheblichen Geldbußen geahndet werden.
Seit 2019 wurde in diversen Regionen Italiens ein absolutes Rauchverbot an öffentlichen Stränden eingeführt, welches seitdem auf weitere Kommunen ausgeweitet wurde. Es umfasst häufig nicht nur Tabakprodukte, sondern auch e-Zigaretten. Bei Verstößen drohen Bußgelder zw. 25 EUR und 500 EUR.
In mehreren Städten, darunter vor allem süditalienische Urlaubsorte wie Sorrent, Tropea und Cagliari, ist es verboten, sich im öffentlichen Raum außerhalb von Badebereichen oberkörperfrei oder in Badekleidung aufzuhalten. Verstöße können mit Bußgeldern von 25 EUR bis 500 EUR geahndet werden.
Nutzer italienischer Skipisten müssen eine gültige Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber Dritten besitzen und diese auch nachweisen können. Viele Haftpflichtversicherungen decken den Bereich des Skifahrens ab; dies sollte jedoch vor Reisebeginn überprüft werden. Sollte ein entsprechender Versicherungsschutz nicht bestehen, kann bei Kauf des Skipasses eine zusätzliche Tagespolice abgeschlossen werden. Ab 1. November 2025 besteht zudem für alle Ski-, Snowboard- und Schlittenfahrer eine Helmpflicht (CE zertifiziert) in allen Skigebieten.
Bei Nichtbeachtung wird ein hohes Bußgeld fällig, zusätzlich droht das Einziehen des Skipasses.
Die Obergrenze für Barzahlungen in Italien liegt seit 2023 bei einem Höchstbetrag von 4.999 EUR. Auch Touristen sind davon betroffen, wenn diese z. B. gebuchte Unterkünfte oder Mietwagenrechnungen und Ähnliches begleichen wollen. Rechnungen, die über diesen Betrag hinausgehen, können nur mit Kreditkarte, Debitkarte (Girocard) oder per Überweisung beglichen werden. Nähere Informationen erteilt die deutsche Botschaft in Rom.
In der italienischen Region Kampanien besteht Anfang 2026 ein Hepatitis-A-Ausbruch, der mit dem Verzehr von Meeresfrüchten in Zusammenhang zu stehen scheint.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Nach individueller Indikation sind Impfungen gegen Hepatitis A und Hepatitis B angeraten.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Es besteht in Italien für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.
Chikungunyafieber und Denguefieber kann in den Sommermonaten vereinzelt in Italien durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen werden. In den Sommermonaten kann es zudem zu saisonalen Ausbrüchen von West-Nil-Fieber kommen.
Das im Norden saisonal vorkommende Phlebotomusfieber oder Toskanafieber wird durch kleine Sandfliegen übertragen und verursacht v.a. Kopf- und Gliederschmerzen.
Durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die mit Durchfällen einhergehen.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Die italienischen Sicherheitsbehörden haben in allgemeiner Form auf die Gefahr terroristischer Anschläge hingewiesen und ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Eine erhöhte Gefährdung durch Terrorismus auch an religiösen Stätten kann nicht ausgeschlossen werden.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommen vor allem in Touristenzentren und an Stränden vor.
Mit Trickbetrug werden Touristen durch Hinweise auf eine angebliche Reifenpanne oder abgefahrene Rück- bzw. Seitenspiegel sowie Anrempeln, auch z.B. mit Beschmutzen der Kleidung durch Eis, Pizza u.ä., abgelenkt und dann durch Komplizen beraubt. Grundsätzlich ist in allen größeren italienischen Städten an den jeweiligen zentralen touristischen Orten wie auch Bahnhöfen und belebten Metrostationen besondere Achtsamkeit geboten. Besonders gilt dies auf den Bahnstrecken vom Flughafen Rom-Fiumicino in die Innenstadt, in den Bahnhöfen selbst und in Bussen, hier insbesondere den Linien 40, 62 und 64, außerdem in Mailand vor allem auf dem Domplatz und in der Fußgängerzone, in Venedig an den Haltestellen und Fahrscheinschaltern für das Linienboot („Vaporetto") und in Neapel auf den Buslinien R2, 152 und 202, die das Zentrum mit dem Bahnhof verbinden.
Autoeinbrüche kommen häufig vor. Es werden immer wieder Fahrzeuge und Wohnmobile mit komplettem Inhalt gestohlen. Besondere Vorsicht ist beim Abstellen von Autos in Strandnähe geboten, z.B. in Ostia, Fiumicino und Fregene bei Rom. Gleiches gilt auch für unbedachte Parkhäuser und auf unbewachten Stellplätzen.
In größeren Städten, wie z.B. Neapel, Rom, Mailand und Turin, werden Taschen oder Fotoapparate sowie wertvolle Uhren oder Schmuck von vorbeifahrenden motorisierten Zweirädern aus entrissen.
Der italienische Zivilschutz stellt detaillierte Informationen über verschiedene Naturrisiken, wie z.B. Erdbeben oder Vulkanausbrüche und damit verbundene Notfallpläne, in englischer Sprache zur Verfügung.
Italien liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, weshalb es häufiger zu zum Teil schweren Erdbeben kommt.
Mehrere Vulkane in Italien sind immer wieder aktiv.
Die phlegräischen Felder in Kampanien werden als Supervulkan eingestuft und zeigen immer wieder Veränderungen, die in der Vergangenheit auch zu Evakuierungsmaßnahmen führten. Der Vesuv in unmittelbarer Nähe bei Neapel brach zuletzt 1944 aus und steht unter Beobachtung.
Der Ätna auf Sizilien ist der aktivste Vulkan Europas und zeigt jüngst, wie auch der Vulkan Stromboli auf der gleichnamigen Insel, leichtere Eruptionen, die teilweise Unterbrechungen im Flugverkehr nach sich ziehen.
Im Norden herrscht mitteleuropäisches, im Zentrum und Süden mediterranes Klima.
Ganzjährig, insbesondere in den Sommermonaten, kommt es in Norditalien aufgrund starker Regenfälle und Unwetter zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen können.
In den Wintermonaten besteht in den Bergen Norditaliens häufig die Gefahr von Lawinen und Erdrutschen.
Bei Tauwetter besteht insbesondere in Norditalien die Gefahr von Überschwemmungen.
Venedig ist zur Hochwasserzeit (Acqua alta) regelmäßig von Überschwemmungen betroffen, sodass einige Plätze und Gassen unpassierbar werden. Auch in Rom kann es nach Starkregen zu Überschwemmungen kommen.
Im gesamten Mittelmeerraum kann es ganzjährig, insbesondere im Spätsommer sowie in den Herbst- und Wintermonaten zu vereinzelten schweren Stürmen bis hin zu sogenannten „Medicanes" kommen. In der Folge sind Überschwemmungen und Erdrutsche sowie erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen möglich. Bei Ausrufung des Notstands durch die italienischen Behörden aufgrund wetterbedingter Großschadensereignisse sollte den Anweisungen des italienischen Katastrophenschutzes (Dipartimento della Protezione Civile) sowie der örtlichen Stellen unbedingt Folge geleistet werden.
Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Italien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Die Feuer können sich durch wechselnde Windrichtungen schnell ausbreiten oder wieder neu entfachen. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur, auch in Tourismusgebieten, muss in diesen Fällen gerechnet werden; es kann jederzeit zu Straßensperren und weiteren Einschränkungen kommen. Auch die Luftqualität ist in diesen Fällen zum Teil stark beeinträchtigt.
Vor allem in den Sommermonaten kommt es häufig zu Hitzewellen mit Temperaturen bis zu 40° C. Insbesondere für Säuglinge, Kinder, Senioren sowie Menschen, die an chronischen Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufs etc. leiden, ist besondere Vorsicht geboten. Aufenthalte in der Sonne und überfüllte öffentliche Bereiche sollten möglichst gemieden werden. Gleiches gilt für körperliche Anstrengung in der Mittagshitze.
In den mittleren und südlichen Regionen Italiens, insbesondere auf Sizilien, herrscht erheblicher Wassermangel. Die italienischen Behörden haben deshalb Dürre-Warnungen für betroffene Regionen Italiens ausgegeben und auf der Webseite von ISPRA veröffentlicht.
Siehe Aktuelles
In der norditalienischen Provinz Trient/Trentino wurde Mitte Juli 2024 ein Jogger nördlich des Gardasees von einer Bärin attackiert und verletzt. 2023 wurde ein Jogger von einem Bären getötet. In dieser Provinz lebt eine größere Bärenpopulation; in der Nachbarprovinz Südtirol wurden bislang nur vereinzelte Bärenstreifzüge festgestellt.
Italien wendet das Schengener Abkommen an, Grenzkontrollen sollen nur noch ausnahmsweise durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen werden Reisende auf dem Luftweg bei Ein- und Ausreise jedoch verstärkt kontrolliert, Flugreisen nach Deutschland sind meist nur mit einem Reisepass/Personalausweis bzw. einem von den deutschen konsularischen Vertretungen in Italien ausgestellten Passersatzdokument möglich.
Neben einem Inlandsflugnetz bestehen Eisenbahn- und Busverbindungen. In Rom, Mailand und Neapel gibt es U-Bahnen.
In Italien kommt es immer wieder zu regionalen und landesweiten Streiks im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, von denen auch Flugverbindungen nach Deutschland betroffen sein können. Im Streikfall muss mit stundenweisen oder auch ganztägigen Einschränkungen in Form von Verspätungen und Annullierungen gerechnet werden. Informationen über aktuelle Streiks werden vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr veröffentlicht.
Die meisten italienischen Autobahnen und viele Tunnel sind mautpflichtig. Mailand, Bologna und Palermo erheben eine City-Maut. Die Bezahlung erfolgt in bar, mit Debit- oder Kreditkarte, einer (z.B. bei Automobilclubs erhältlichen) Viacard oder einem Telepass. Informationen bietet hierzu auch Autostrade per l'Italia.
Daneben gibt es in vielen Städten Fahrverbote bzw. -einschränkungen und Tempolimits zur Reduzierung der Luftverschmutzung oder auch verkehrsberuhigte Zonen, sogenannten ZTL (zone a traffico limitato).
Der italienische Straßenverkehr ist sehr lebhaft und dicht. Die Straßenverkehrsregeln werden nicht immer eingehalten. Es ist daher auch an grünen Ampeln oder Zebrastreifen besondere Vorsicht geboten.
Um den in Italien derzeit steigenden Unfallzahlen zu begegnen, werden seit Dezember 2024 vor allem folgende Verkehrsdelikte streng geahndet: Überschreiten des Tempolimits, Nutzung von Mobiltelefonen ohne Freisprechanlage sowie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Die Promillegrenze beträgt 0,5; für Fahrer mit weniger als drei Jahren Fahrpraxis bzw. unter 21 Jahren gilt absolutes Alkoholverbot.
Auf Autobahnen und außerhalb geschlossener Ortschaften ist das Mitführen von Warnwesten in Signalfarben sowie auch tagsüber die Einschaltung des Abblendlichts gesetzlich vorgeschrieben.
In den Kreis einfahrende Fahrzeuge haben grundsätzlich Vorfahrt, wobei dies in der Praxis nicht immer beachtet wird. Gibt es keine entsprechenden Verkehrsschilder, die die Vorfahrt regeln, gilt wie an Kreuzungen ohne entsprechende Beschilderung die Rechts-vor-links-Regel.
Bußgelder fallen in der Regel deutlich höher aus als in Deutschland und werden auch - notfalls durch ein Inkassounternehmen - eingetrieben.
Gerechtfertigte Bußgeldbescheide können vor Ort bezahlt werden, z. B. auf der Polizeidienststelle. Die Zustellung an den Inlandswohnort ist mit einem Gebührenaufschlag verbunden.
Besonders gekennzeichnete Bus- und Taxispuren dürfen von privaten Pkw nicht genutzt werden.
Farbliche Markierungen weisen Parkbeschränkungen aus; nur weiße Linien erlauben kostenloses Parken.
Auf vielen Straßen gilt im Winter die Pflicht, Winterreifen (mit M+S-Kennung) zu benutzen, jedoch gibt es keine einheitliche Regelung.
Bei Wohnsitzverlegung nach Italien müssen Fahrzeuge innerhalb von 60 Tagen umgemeldet werden, sonst droht die Konfiszierung des Fahrzeugs.
Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung werden mit empfindlichen Strafen geahndet.
Der deutsche Führerschein wird akzeptiert.
Es gibt keine Hinweise auf besondere Schwierigkeiten; die Akzeptanz ist insbesondere in Großstädten gut ausgeprägt.
In Italien führen in jüngster Zeit verschiedenste Verstöße gegen die öffentliche Ordnung zu teilweise empfindlichen Geldstrafen und Verweisen, Verbote sollten entsprechend respektiert werden.
Beihilfe zu illegaler Einreise ist in Italien mit Haftstrafen sowie Bußgeld belegt. Bei Mitnahme von Anhaltern wird daher zu besonderer Vorsicht geraten.
Das italienische Waffenrecht ist streng und aufgrund zahlreicher Gesetze und anderweitiger Regelungen komplex. Grundsätzlich ist das Mitführen von Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Messern (auch kleine bzw. Taschenmesser), Schlagstöcken aller Art, Taser, Pfefferspray, usw. verboten bzw. nur mit behördlicher Erlaubnis (z. B. Europäischer Feuerwaffenpass) oder unter strengen Auflagen möglich. Auch Gegenstände, die keine Waffen sind, aber als solche verwendet werden können („armi improprie", z. B. Schraubenzieher), können unter Umständen mit Auflagen versehen werden (z. B. adäquate/verschlossene Aufbewahrung). Verstöße können strafrechtlich geahndet werden.
Weitergehende Informationen können bei den Carabinieri oder bei der Polizia di Stato angefordert werden.
In Rom verhängt die Stadtverwaltung zum Schutz der Denkmäler teilweise drakonische Strafen, die z.B. schon für einen Griff ins Wasser des Trevi-Brunnens oder für Picknick auf der Spanischen Treppe ausgesprochen werden können. Nähere Informationen bietet TurismoRoma.
Die Mitnahme von Sand an den Stränden ist in Italien untersagt.
Auf Sardinien ist jede Art von Veränderung der Sandstrände oder die Mitnahme von Sand, Kiesel oder Quarzgestein, auch nur in kleinster Menge, gesetzlich verboten. Bei Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Norm werden Sanktionen in Höhe von 500 EUR bis 3.000 EUR verhängt.
Strände und Dünen dürfen in der Regel nicht befahren werden. Insbesondere in Naturschutzgebieten ist erhöhte Aufmerksamkeit auf die örtlichen Verhaltensregeln zu richten. Verstöße können mit Freiheitsstrafen und erheblichen Geldbußen geahndet werden.
Seit 2019 wurde in diversen Regionen Italiens ein absolutes Rauchverbot an öffentlichen Stränden eingeführt, welches seitdem auf weitere Kommunen ausgeweitet wurde. Es umfasst häufig nicht nur Tabakprodukte, sondern auch e-Zigaretten. Bei Verstößen drohen Bußgelder zw. 25 EUR und 500 EUR.
In mehreren Städten, darunter vor allem süditalienische Urlaubsorte wie z.B. Sorrent, Tropea und Cagliari, ist es verboten, sich im öffentlichen Raum außerhalb von Badebereichen oberkörperfrei oder in Badekleidung aufzuhalten. Verstöße können mit Bußgeldern von 25 EUR bis 500 EUR geahndet werden.
Nutzer italienischer Skipisten müssen eine gültige Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber Dritten besitzen und diese auch nachweisen können. Viele Haftpflichtversicherungen decken den Bereich des Skifahrens ab; dies sollte jedoch vor Reisebeginn überprüft werden. Sollte ein entsprechender Versicherungsschutz nicht bestehen, kann bei Kauf des Skipasses eine zusätzliche Tagespolice abgeschlossen werden. Ab 1. November 2025 besteht zudem für alle Ski-, Snowboard- und Schlittenfahrer eine Helmpflicht (CE zertifiziert) in allen Skigebieten.
Bei Nichtbeachtung wird ein hohes Bußgeld fällig, zusätzlich droht das Einziehen des Skipasses.
Die Obergrenze für Barzahlungen in Italien liegt seit 2023 bei einem Höchstbetrag von 4.999 EUR. Auch Touristen sind davon betroffen, wenn diese z. B. gebuchte Unterkünfte oder Mietwagenrechnungen und Ähnliches begleichen wollen. Rechnungen, die über diesen Betrag hinausgehen, können nur mit Kreditkarte, Debitkarte (Girocard) oder per Überweisung beglichen werden. Nähere Informationen erteilt die deutsche Botschaft in Rom.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Wichtig: Für Weiterreisen mit der Fähre von italienischen Häfen aus benötigt jeder Reisende (auch Kinder egal welchen Alters) ein gültiges Reisedokument und ggf. ein gültiges Visum. Auch beim Check-in in Hotels ist für jeden Reisenden ein gültiges Reisedokument vorzulegen.
Anmerkungen:
Italien ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13. Dezember 1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen daher grundsätzlich seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein. Es wird jedoch empfohlen nur mit gültigem Ausweis nach Italien zu reisen.
Alleinreisende Personen unter 15 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen.
Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.
Bei der Ein- und Ausreise nach und von Italien muss eine Bargeldmenge, die den Betrag von 10.000 EUR übersteigt, deklariert werden.
Für Reisen mit bestimmten Haustieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
In der italienischen Region Kampanien besteht Anfang 2026 ein Hepatitis-A-Ausbruch, der mit dem Verzehr von Meeresfrüchten in Zusammenhang zu stehen scheint.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Nach individueller Indikation sind Impfungen gegen Hepatitis A und Hepatitis B angeraten.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Es besteht in Italien für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.
Chikungunyafieber und Denguefieber kann in den Sommermonaten vereinzelt in Italien durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen werden. In den Sommermonaten kann es zudem zu saisonalen Ausbrüchen von West-Nil-Fieber kommen.
Das im Norden saisonal vorkommende Phlebotomusfieber oder Toskanafieber wird durch kleine Sandfliegen übertragen und verursacht v.a. Kopf- und Gliederschmerzen.
Durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die mit Durchfällen einhergehen.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger.
In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Aushelfender Träger ist die italienische Krankenkasse Azienda Sanitaria Locale (ASL) des Nationalen Gesundheitsdienstes. Anschriftenverzeichnisse von Vertragsärzten liegen in den ASL-Niederlassungen in sehr vielen Städten aus. Kostenlose Behandlung ist ausschließlich beim Vertragsarzt gewährleistet. Im Allgemeinen muss man jedoch einen Teil der Arzneimittelkosten selbst tragen. Außerhalb der Dienstzeiten sollte man sich an den Guardia medica noturna e festiva wenden, der in größeren Orten eingerichtet ist.
In Italien gibt es zahlreiche Kurbäder, die teilweise aus der Römer-Zeit stammen. Die bekanntesten sind: Abano Terme und Montegrotto Terme (Venetien), Acqui Terme (Piemont), Chianciano und Montecatini Terme (Toskana), Fiuggi (Latium), Porretta Terme und Salsomaggiore Terme (Emilia-Romagna), Sciacca (Sizilien) und Sirmione (Lombardei). In Meran (Südtirol) wird eine spezielle Traubenkur angeboten.
Weitere Informationen zu Kurbädern in Italien ist auch vom Italienischer Verband der Kurbäder- und Heilwasserindustrien, La Federterme, erhältlich.
In ländlichen Gebieten ist das Leitungswasser z. T. nicht trinkbar, »Acqua Non Potabile« bedeutet »Kein Trinkwasser«. Im Zweifelsfall abgefülltes Wasser trinken, vor allem zur Umgewöhnung zu Beginn des Aufenthaltes. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y | 2 | - |
| Hepatitis A | 1 | - |
[1] Hepatitis A kommt vor. Die Impfung gegen Hepatitis A sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung erfolgen, besonders bei Aufenthalten im Süden von Italien.
[2] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von April bis Oktober in ländlicher Umgebung durch Zecken übertragen. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich.
Das von Sandfliegen übertragene Phlebotomusfieber (Toskanafieber) kommt saisonal im Norden Italiens vor. Insektenschutz und lange, helle Kleidung wird als Prophylaxe empfohlen.
Das von Mücken übertragene West-Nil-Fieber kommt in Italien in den Sommermonaten vor. Eine Schutzimpfung gibt es nicht, es empfiehlt sich ein wirksamer Mückenschutz.
Italien gilt als terrestrisch tollwutfrei.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich | Personalausweis/Identitätskarte |
|---|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | 1 | Ja | - |
| Andere EU-Länder | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Schweiz | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Österreich | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Deutschland | Nein | Nein | Nein | Ja |
U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit einem gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:
EU-Länder und Schweiz.
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
Italien ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Diese Bestimmungen gelten auch für San Marino und Vatikanstadt.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:
(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [1] Staatsangehörige der Türkei für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen, die eine noch mindestens 3 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land besitzen.
Deutsche: Personalausweis oder elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.
Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Alleinreisende Minderjährige unter 15 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten mitführen. Alleinreisende italienische Minderjährige unter 15 Jahren müssen eine Einverständniserklärung der Eltern / Sorgeberechtigten mit sich führen.
Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen z.T. von den staatlichen Regelungen ab.
Sittiche und Papageien aus allen Ländern (pro Person max. 2 große Papageien oder 4 kleinere) benötigen ein Gesundheitszeugnis, das bestätigt, dass das Herkunftsland des Vogel frei von der Papageienkrankheit ist oder dass das Tier 6 Monate lang vor der Einreise unter staatlicher Quarantäne stand. Eine Einfuhrgenehmigung wird nicht benötigt, wenn die Vögel vom Halter begleitet werden.
Für andere Kleintiere (z.B. Hamster, kleine Fische, Schildkröten und Kanarienvögel) bestehen keine Vorschriften. Es können maximal 5 Kleintiere ohne Formalitäten eingeführt werden.
Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.
Einreisevisum: 3 Monate Aufenthalt vom Tag der Ausstellung.
Transitvisum: Maximal 5 Tage (Einreisetag zählt mit).
EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als drei Monate in Italien aufhalten möchten, müssen entweder über ein Einkommen verfügen oder über ausreichende finanzielle Mittel bei Erwerbslosigkeit oder studieren sowie eine gültige Krankenversicherung vorweisen können. Außerdem müssen sie sich bei ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt melden.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengenland innerhalb von 48 Std. in ein anderes Nicht-Schengenland weiterreisen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum.
Einreise-, Transitvisum.
Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung.
Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).
Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten zehn Jahre ausgestellt worden sein.
(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.
(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.
(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.
(e) Visumgebühr.
(f) 2 aktuelle biometrische Passbilder.
(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.
1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 5, 10, 20 und 50 Cents.
Hinweis: Italien prägt seit 2018 keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr. Preise müssen zu den nächsten 5 Cent aufgerundet werden. 1- und 2-Cent-Münzen aus anderen EU-Ländern werden in Italien akzeptiert.
Diners Club, Mastercard, Visa und alle gängigen internationalen Kreditkarten werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Bargeldzahlungen sind ab einer Summe von 1.000 € verboten. Rechnungen ab 1.000 € können nur mit Kreditkarte, EC-Karte oder per Überweisung bezahlt werden.
Mo-Fr 08.30-13.30 und 15.00-16.00 Uhr, z. T. auch Samstag vormittags.
Die folgenden Artikel dürfen bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern zollfrei nach Italien eingeführt werden:
200 Zigaretten und 100 Zigarillos und 50 Zigarren und 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Tabakwaren und Alkohol können nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.
Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).
Es besteht ein Einfuhrverbot u.a. für die folgenden Waren aus der Russischen Föderation in die EU: Diamanten, Gold, Schmuck, Zigaretten, Kosmetikartikel, Meeresfrüchte (z.B. Kaviar), Spirituosen (z.B. Vodka), Schuhe, Kleidung und Smartwatches.
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