Die japanische Teezeremonie, Chanoyu oder Sadō genannt, ist eine hoch entwickelte Praxis, die sich um die Zubereitung, das Servieren und den Genuss von Matcha (gemahlenem Grüntee) dreht. In Kyoto, der alten Kaiserstadt Japans, verdichtet sich die Bedeutung des Tees zu seiner puren Essenz. Zen-Tempel, Wandelgärten und Duftzeremonien schulen die Wahrnehmung. Besonders in Uji, wo der Matcha seine Wurzeln hat, wird Tee zur Meditation.
Die Teeutensilien, bekannt als Chadōgu, werden für jede Teezeremonie sorgfältig ausgewählt. Die Teeschale (Chawan) ist dabei das zentrale Element der Chanoyu-Zeremonie. Sie existiert in verschiedenen Formen und Stilen. Der fein gearbeitete Bambusbesen (Chasen) dient zum Verrühren von Matcha-Pulver mit heißem Wasser, wodurch ein cremiger, schaumiger Tee entsteht. Der Bambuslöffel (Chashaku) wird verwendet, um Matcha-Pulver abzumessen und in die Teeschale zu geben. Die Teedosen (Natsume und Cha ire) dienen jeweils der Aufbewahrung des Tees.
Hinzu kommen der Eisenkessel (Kama) zum Erhitzen von Wasser, eine Schöpfkelle (Hishaku) sowie ein Seidentuch (Fukusa) für die rituelle Reinigung der Teeutensilien.
Auf der Reise „Japan mit Muße“ erkundet ihr in Uji die Welt der japanischen Teekultur und erlernt bei einer traditionellen Teezeremonie, wie der berühmte Matcha oder Senya Tee zubereitet wird.